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Ben Willikens

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Ben Willikens

»Nürnberg« ist der Titel eines der großformatigen Bilder der Werkreihe »Orte«, die Ben Willikens 1996/97 in seinem Stuttgarter Atelier schuf. Es zeigt ein rechteckiges, den Blick lediglich ins Schwarze freigebendes Portal: Eine kahle, in Grau-Weiß-Tönen gehaltene Architektur ohne jeden Schlagschatten, die dennoch jene Stadt der Reichsparteitage, der Wagner-Inszenierungen, der Nürnberger Gesetze zum »Schutz des deutschen Blutes« evoziert. Architektur und Innenräume sind von Beginn an das Motiv von Ben Willikens gewesen. Den vor biografischem Hintergrund entstandenen Anstaltsbildern der siebziger Jahre folgten die Renaissance- Architekturen der achtziger Jahre. »Orte«, Willikens' jüngstes Projekt, thematisiert die nationalsozialistischen Staatsbauten in Nürnberg, München und Berlin, die Architekturen eines Paul Ludwig Troost und Albert Speer, die Ben Willikens - gereinigt von faschistischen, »fanfarensüchtigen« (Dieter Bartetzko) Emblemen - als stille Topografien eines anderen Gedächtnisses reproduziert. Zum Künstler: Ben Willikens *1939 in Leipzig. 1962-1967 Studium der Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Heinz Trökes. 1970 Villa-Romana-Preis, Florenz. 1972 Villa-Massimo- Preis, Rom. 1991 Lehrstuhl für Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste München. Lebt in Stuttgart und München.
»Nürnberg« ist der Titel eines der großformatigen Bilder der Werkreihe »Orte«, die Ben Willikens 1996/97 in seinem Stuttgarter Atelier schuf. Es zeigt ein rechteckiges, den Blick lediglich ins Schwarze freigebendes Portal: Eine kahle, in Grau-Weiß-Tönen gehaltene Architektur ohne jeden Schlagschatten, die dennoch jene Stadt der Reichsparteitage, der Wagner-Inszenierungen, der Nürnberger Gesetze zum »Schutz des deutschen Blutes« evoziert. Architektur und Innenräume sind von Beginn an das Motiv von Ben Willikens gewesen. Den vor biografischem Hintergrund entstandenen Anstaltsbildern der siebziger Jahre folgten die Renaissance- Architekturen der achtziger Jahre. »Orte«, Willikens' jüngstes Projekt, thematisiert die nationalsozialistischen Staatsbauten in Nürnberg, München und Berlin, die Architekturen eines Paul Ludwig Troost und Albert Speer, die Ben Willikens - gereinigt von faschistischen, »fanfarensüchtigen« (Dieter Bartetzko) Emblemen - als stille Topografien eines anderen Gedächtnisses reproduziert. Zum Künstler: Ben Willikens *1939 in Leipzig. 1962-1967 Studium der Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Heinz Trökes. 1970 Villa-Romana-Preis, Florenz. 1972 Villa-Massimo- Preis, Rom. 1991 Lehrstuhl für Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste München. Lebt in Stuttgart und München.
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»Nürnberg« ist der Titel eines der großformatigen Bilder der Werkreihe »Orte«, die Ben Willikens 1996/97 in seinem Stuttgarter Atelier schuf. Es zeigt ein rechteckiges, den Blick lediglich ins Schwarze freigebendes Portal: Eine kahle, in Grau-Weiß-Tönen gehaltene Architektur ohne jeden Schlagschatten, die dennoch jene Stadt der Reichsparteitage, der Wagner-Inszenierungen, der Nürnberger Gesetze zum »Schutz des deutschen Blutes« evoziert. Architektur und Innenräume sind von Beginn an das Motiv von Ben Willikens gewesen. Den vor biografischem Hintergrund entstandenen Anstaltsbildern der siebziger Jahre folgten die Renaissance- Architekturen der achtziger Jahre. »Orte«, Willikens' jüngstes Projekt, thematisiert die nationalsozialistischen Staatsbauten in Nürnberg, München und Berlin, die Architekturen eines Paul Ludwig Troost und Albert Speer, die Ben Willikens - gereinigt von faschistischen, »fanfarensüchtigen« (Dieter Bartetzko) Emblemen - als stille Topografien eines anderen Gedächtnisses reproduziert. Zum Künstler: Ben Willikens *1939 in Leipzig. 1962-1967 Studium der Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Heinz Trökes. 1970 Villa-Romana-Preis, Florenz. 1972 Villa-Massimo- Preis, Rom. 1991 Lehrstuhl für Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste München. Lebt in Stuttgart und München.