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Marcel Duchamp: »Tu m'«

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Marcel Duchamp: »Tu m'«

Dass es Duchamp war, der in der Kunst die kopernikanische Wende herbeiführte, ist eine Überzeugung, die seit langem nicht nur Eingeweihte teilen. Das Oeuvre, das er hinterließ, ist denkbar klein, aber kaum ein Werk ist darunter, das nicht vielfältige Deutungen erfuhr - kunsthistorische, psychologische, gesellschaftskritische, selbst alchimistische. Aber seltsam: Duchamps letztes »in Oel und Essig« gemaltes Werk, Tu m' von 1918, ist nie umfassend in den Fokus seiner Exegeten gelangt. Bereits der Titel ist ein Rätsel: Steht er für »Tu m'aimes« (Du liebst mich) oder aber, so die häufigste Interpretation, für »Tu m'embêtes« (Du langweilst mich) oder, schärfer noch, für »Tu m'emmerdes« (Du kannst mich mal)? Karl Gerstner, einer der herausragenden Schweizer Grafikdesigner, der Duchamp noch persönlich kannte, war von der Arbeit zunächst befremdet - und fasziniert zugleich. Um seine Neugierde zu befriedigen, machte er sich selbst ein Bild vom Bild. Und siehe da: Je tiefer er in die Materie eindrang, desto mehr schwand die Befremdung, und die Faszination wuchs. So entstand dieser Band - ermutigt durch Richard Hamilton, den wohl intimsten Duchamp- Kenner -, der in 20 Analysen Rätsel über Rätsel enthüllt. (Englische Ausgabe erhältlich ISBN 3-7757-9127-2) Zum Autor: Karl Gerstners (*1930 in Basel) Arbeiten wurden in zahlreichen Publikationen gewürdigt und werden - über die Welt verstreut - in Museen gesammelt. Das Museum of Modern Art in New York veranstaltete 1973 unter dem Titel think program eine Ausstellung über die Methoden und Philosophie seiner Arbeit. Der Art Directors Club New York nominierte ihn für die Hall of Fame, der Art Directors Club Deutschland wählte ihn 1992 zum Ehrenmitglied.
Dass es Duchamp war, der in der Kunst die kopernikanische Wende herbeiführte, ist eine Überzeugung, die seit langem nicht nur Eingeweihte teilen. Das Oeuvre, das er hinterließ, ist denkbar klein, aber kaum ein Werk ist darunter, das nicht vielfältige Deutungen erfuhr - kunsthistorische, psychologische, gesellschaftskritische, selbst alchimistische. Aber seltsam: Duchamps letztes »in Oel und Essig« gemaltes Werk, Tu m' von 1918, ist nie umfassend in den Fokus seiner Exegeten gelangt. Bereits der Titel ist ein Rätsel: Steht er für »Tu m'aimes« (Du liebst mich) oder aber, so die häufigste Interpretation, für »Tu m'embêtes« (Du langweilst mich) oder, schärfer noch, für »Tu m'emmerdes« (Du kannst mich mal)? Karl Gerstner, einer der herausragenden Schweizer Grafikdesigner, der Duchamp noch persönlich kannte, war von der Arbeit zunächst befremdet - und fasziniert zugleich. Um seine Neugierde zu befriedigen, machte er sich selbst ein Bild vom Bild. Und siehe da: Je tiefer er in die Materie eindrang, desto mehr schwand die Befremdung, und die Faszination wuchs. So entstand dieser Band - ermutigt durch Richard Hamilton, den wohl intimsten Duchamp- Kenner -, der in 20 Analysen Rätsel über Rätsel enthüllt. (Englische Ausgabe erhältlich ISBN 3-7757-9127-2) Zum Autor: Karl Gerstners (*1930 in Basel) Arbeiten wurden in zahlreichen Publikationen gewürdigt und werden - über die Welt verstreut - in Museen gesammelt. Das Museum of Modern Art in New York veranstaltete 1973 unter dem Titel think program eine Ausstellung über die Methoden und Philosophie seiner Arbeit. Der Art Directors Club New York nominierte ihn für die Hall of Fame, der Art Directors Club Deutschland wählte ihn 1992 zum Ehrenmitglied.
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Dass es Duchamp war, der in der Kunst die kopernikanische Wende herbeiführte, ist eine Überzeugung, die seit langem nicht nur Eingeweihte teilen. Das Oeuvre, das er hinterließ, ist denkbar klein, aber kaum ein Werk ist darunter, das nicht vielfältige Deutungen erfuhr - kunsthistorische, psychologische, gesellschaftskritische, selbst alchimistische. Aber seltsam: Duchamps letztes »in Oel und Essig« gemaltes Werk, Tu m' von 1918, ist nie umfassend in den Fokus seiner Exegeten gelangt. Bereits der Titel ist ein Rätsel: Steht er für »Tu m'aimes« (Du liebst mich) oder aber, so die häufigste Interpretation, für »Tu m'embêtes« (Du langweilst mich) oder, schärfer noch, für »Tu m'emmerdes« (Du kannst mich mal)? Karl Gerstner, einer der herausragenden Schweizer Grafikdesigner, der Duchamp noch persönlich kannte, war von der Arbeit zunächst befremdet - und fasziniert zugleich. Um seine Neugierde zu befriedigen, machte er sich selbst ein Bild vom Bild. Und siehe da: Je tiefer er in die Materie eindrang, desto mehr schwand die Befremdung, und die Faszination wuchs. So entstand dieser Band - ermutigt durch Richard Hamilton, den wohl intimsten Duchamp- Kenner -, der in 20 Analysen Rätsel über Rätsel enthüllt. (Englische Ausgabe erhältlich ISBN 3-7757-9127-2) Zum Autor: Karl Gerstners (*1930 in Basel) Arbeiten wurden in zahlreichen Publikationen gewürdigt und werden - über die Welt verstreut - in Museen gesammelt. Das Museum of Modern Art in New York veranstaltete 1973 unter dem Titel think program eine Ausstellung über die Methoden und Philosophie seiner Arbeit. Der Art Directors Club New York nominierte ihn für die Hall of Fame, der Art Directors Club Deutschland wählte ihn 1992 zum Ehrenmitglied.

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