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Karin Kneffel

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Karin Kneffel

Karin Kneffel (*1957 in Marl) gilt mittlerweile als eine der profiliertesten Malerinnen Europas. Ihre Malweise zeigt sich verführerisch, ihre Gemälde scheinen in der Schönheit der Oberflächen zu schwelgen. So präsentierten sich selbst kleinbürgerliche Interieurs einladend prächtig, wäre da nicht das blank polierte Parkett, das uns den Boden unter den Füßen wegzuziehen droht. Ihre üppigen Stillleben erscheinen unheimlich, ihre monumentalen Früchtebilder surreal, ihre Tierporträtserie absurd. Perspektiven werden gebrochen, Spiegelungen entwickeln ein Eigenleben. Kneffels subtile Verfremdungstaktik geht auf: Dem suggestiven Sog, der von der hyperrealistischen Darstellungsweise ausgeht, folgt eine unverkennbare Aufforderung, dem Abbildcharakter zu misstrauen. In ihrer Kunst, so bringt es die Malerin auf den Punkt, gehe es »um das Erzeugen eines Zweifels«.

 
Ausstellung: Kunsthalle Tübingen 1.5.–11.7.2010
Karin Kneffel (*1957 in Marl) gilt mittlerweile als eine der profiliertesten Malerinnen Europas. Ihre Malweise zeigt sich verführerisch, ihre Gemälde scheinen in der Schönheit der Oberflächen zu schwelgen. So präsentierten sich selbst kleinbürgerliche Interieurs einladend prächtig, wäre da nicht das blank polierte Parkett, das uns den Boden unter den Füßen wegzuziehen droht. Ihre üppigen Stillleben erscheinen unheimlich, ihre monumentalen Früchtebilder surreal, ihre Tierporträtserie absurd. Perspektiven werden gebrochen, Spiegelungen entwickeln ein Eigenleben. Kneffels subtile Verfremdungstaktik geht auf: Dem suggestiven Sog, der von der hyperrealistischen Darstellungsweise ausgeht, folgt eine unverkennbare Aufforderung, dem Abbildcharakter zu misstrauen. In ihrer Kunst, so bringt es die Malerin auf den Punkt, gehe es »um das Erzeugen eines Zweifels«.

 
Ausstellung: Kunsthalle Tübingen 1.5.–11.7.2010
$12.18

Original: $40.59

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Description

Karin Kneffel (*1957 in Marl) gilt mittlerweile als eine der profiliertesten Malerinnen Europas. Ihre Malweise zeigt sich verführerisch, ihre Gemälde scheinen in der Schönheit der Oberflächen zu schwelgen. So präsentierten sich selbst kleinbürgerliche Interieurs einladend prächtig, wäre da nicht das blank polierte Parkett, das uns den Boden unter den Füßen wegzuziehen droht. Ihre üppigen Stillleben erscheinen unheimlich, ihre monumentalen Früchtebilder surreal, ihre Tierporträtserie absurd. Perspektiven werden gebrochen, Spiegelungen entwickeln ein Eigenleben. Kneffels subtile Verfremdungstaktik geht auf: Dem suggestiven Sog, der von der hyperrealistischen Darstellungsweise ausgeht, folgt eine unverkennbare Aufforderung, dem Abbildcharakter zu misstrauen. In ihrer Kunst, so bringt es die Malerin auf den Punkt, gehe es »um das Erzeugen eines Zweifels«.

 
Ausstellung: Kunsthalle Tübingen 1.5.–11.7.2010