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Carol Rama

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Carol Rama

Die italienische Künstlerin Carol Rama (*1918 in Turin) gehört zu den beeindruckendsten Persönlichkeiten ihrer Künstlergeneration. Seit den dreißiger Jahren erkundet die heute 86-jährige Altmeisterin in malerisch zarten Blättern die dunkelsten Spielarten von Sexualität und Bedrohung. Auf ihren frühen surreal-erotischen Bildern werden Torsi verstümmelter Frauen von männlichen Symbolen belagert, erscheint die »Appassionata« als auratische Leidensgestalt hilflos ausgeliefert im Krankenbett oder Rollstuhl. Gebrauchsobjekte wie Stöckelschuhe, Rasierpinsel oder Zahnprothese erhalten in der Vereinzelung fetischartigen Charakter. Nach dem Zweiten Weltkrieg wendet sich Carol Rama der Arte Concreta zu. Ihren delikaten Materialbildern aus Fahrradschläuchen, Glasaugen oder Tierkrallen integriert sie auch Dichtungen des lebenslangen Freundes Edoardo Sanguineti. Seit Anfang der 1980er Jahre stehen erneut sexuelle Themen im Zentrum ihrer Arbeit. Die Publikation bietet einen Querschnitt durch Carol Ramas Lebenswerk, für das sie im Sommer 2003 mit dem Goldenen Löwen der Biennale in Venedig ausgezeichnet wurde. Ausstellungen: Ulmer Museum 12.9.- 14.11.2004 · Galerie im Taxispalais, Innsbruck 4.12.2004-6.2.2005
Die italienische Künstlerin Carol Rama (*1918 in Turin) gehört zu den beeindruckendsten Persönlichkeiten ihrer Künstlergeneration. Seit den dreißiger Jahren erkundet die heute 86-jährige Altmeisterin in malerisch zarten Blättern die dunkelsten Spielarten von Sexualität und Bedrohung. Auf ihren frühen surreal-erotischen Bildern werden Torsi verstümmelter Frauen von männlichen Symbolen belagert, erscheint die »Appassionata« als auratische Leidensgestalt hilflos ausgeliefert im Krankenbett oder Rollstuhl. Gebrauchsobjekte wie Stöckelschuhe, Rasierpinsel oder Zahnprothese erhalten in der Vereinzelung fetischartigen Charakter. Nach dem Zweiten Weltkrieg wendet sich Carol Rama der Arte Concreta zu. Ihren delikaten Materialbildern aus Fahrradschläuchen, Glasaugen oder Tierkrallen integriert sie auch Dichtungen des lebenslangen Freundes Edoardo Sanguineti. Seit Anfang der 1980er Jahre stehen erneut sexuelle Themen im Zentrum ihrer Arbeit. Die Publikation bietet einen Querschnitt durch Carol Ramas Lebenswerk, für das sie im Sommer 2003 mit dem Goldenen Löwen der Biennale in Venedig ausgezeichnet wurde. Ausstellungen: Ulmer Museum 12.9.- 14.11.2004 · Galerie im Taxispalais, Innsbruck 4.12.2004-6.2.2005
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Die italienische Künstlerin Carol Rama (*1918 in Turin) gehört zu den beeindruckendsten Persönlichkeiten ihrer Künstlergeneration. Seit den dreißiger Jahren erkundet die heute 86-jährige Altmeisterin in malerisch zarten Blättern die dunkelsten Spielarten von Sexualität und Bedrohung. Auf ihren frühen surreal-erotischen Bildern werden Torsi verstümmelter Frauen von männlichen Symbolen belagert, erscheint die »Appassionata« als auratische Leidensgestalt hilflos ausgeliefert im Krankenbett oder Rollstuhl. Gebrauchsobjekte wie Stöckelschuhe, Rasierpinsel oder Zahnprothese erhalten in der Vereinzelung fetischartigen Charakter. Nach dem Zweiten Weltkrieg wendet sich Carol Rama der Arte Concreta zu. Ihren delikaten Materialbildern aus Fahrradschläuchen, Glasaugen oder Tierkrallen integriert sie auch Dichtungen des lebenslangen Freundes Edoardo Sanguineti. Seit Anfang der 1980er Jahre stehen erneut sexuelle Themen im Zentrum ihrer Arbeit. Die Publikation bietet einen Querschnitt durch Carol Ramas Lebenswerk, für das sie im Sommer 2003 mit dem Goldenen Löwen der Biennale in Venedig ausgezeichnet wurde. Ausstellungen: Ulmer Museum 12.9.- 14.11.2004 · Galerie im Taxispalais, Innsbruck 4.12.2004-6.2.2005
Carol Rama | Hatje Cantz