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Die andere Moderne
Giorgio de Chirico und sein Bruder Andrea, bekannt geworden als Alberto Savinio, sind die Begründer der metaphysischen Kunst, einem der Beiträge Italiens zur Kunst der Moderne. In den extremen Perspektivkonstruktionen der Gemälde de Chiricos werden symbolhaft verwendete Einzelelemente auf eine poetische, alogische Weise miteinander verbunden. Jedes Ding im Bild wird zum »Zeichen« eines visuellen Vokabulars, dem allein die freie Assoziation des Betrachters seine Bedeutung zuschreibt. Von der Kunstgeschichte ist die metaphysische Malerei entweder im Sinne der Interpretation de Chiricos durch die Surrealisten als Teil der Avantgarde-Bewegung verstanden worden oder aber sie wurde im Gegenteil als antimoderne Stoßrichtung gesehen, welche die »Rückkehr zur Ordnung« vorweg nahm. Die vorliegende, von führenden Fachleuten verfasste, reich bebilderte Studie sucht nach einem neuen Verständnis de Chiricos. Nicht das Sichtbare will die Kunst de Chiricos und Savinios darstellen, sondern eine Formensprache finden, die dem eigentlich Gedachten und Gefühlten näher kommt, als es mit Mitteln der Sprache möglich ist. Die metaphysischen Bilder stellen im Grunde die Frage nach der Autonomie von Kunst. Ausstellungen: Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 15.9.-2.12.2001 · Städtische Galerie im Lenbachhaus, München 20.12.2001-10.3.2002
Giorgio de Chirico und sein Bruder Andrea, bekannt geworden als Alberto Savinio, sind die Begründer der metaphysischen Kunst, einem der Beiträge Italiens zur Kunst der Moderne. In den extremen Perspektivkonstruktionen der Gemälde de Chiricos werden symbolhaft verwendete Einzelelemente auf eine poetische, alogische Weise miteinander verbunden. Jedes Ding im Bild wird zum »Zeichen« eines visuellen Vokabulars, dem allein die freie Assoziation des Betrachters seine Bedeutung zuschreibt. Von der Kunstgeschichte ist die metaphysische Malerei entweder im Sinne der Interpretation de Chiricos durch die Surrealisten als Teil der Avantgarde-Bewegung verstanden worden oder aber sie wurde im Gegenteil als antimoderne Stoßrichtung gesehen, welche die »Rückkehr zur Ordnung« vorweg nahm. Die vorliegende, von führenden Fachleuten verfasste, reich bebilderte Studie sucht nach einem neuen Verständnis de Chiricos. Nicht das Sichtbare will die Kunst de Chiricos und Savinios darstellen, sondern eine Formensprache finden, die dem eigentlich Gedachten und Gefühlten näher kommt, als es mit Mitteln der Sprache möglich ist. Die metaphysischen Bilder stellen im Grunde die Frage nach der Autonomie von Kunst. Ausstellungen: Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 15.9.-2.12.2001 · Städtische Galerie im Lenbachhaus, München 20.12.2001-10.3.2002
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Giorgio de Chirico und sein Bruder Andrea, bekannt geworden als Alberto Savinio, sind die Begründer der metaphysischen Kunst, einem der Beiträge Italiens zur Kunst der Moderne. In den extremen Perspektivkonstruktionen der Gemälde de Chiricos werden symbolhaft verwendete Einzelelemente auf eine poetische, alogische Weise miteinander verbunden. Jedes Ding im Bild wird zum »Zeichen« eines visuellen Vokabulars, dem allein die freie Assoziation des Betrachters seine Bedeutung zuschreibt. Von der Kunstgeschichte ist die metaphysische Malerei entweder im Sinne der Interpretation de Chiricos durch die Surrealisten als Teil der Avantgarde-Bewegung verstanden worden oder aber sie wurde im Gegenteil als antimoderne Stoßrichtung gesehen, welche die »Rückkehr zur Ordnung« vorweg nahm. Die vorliegende, von führenden Fachleuten verfasste, reich bebilderte Studie sucht nach einem neuen Verständnis de Chiricos. Nicht das Sichtbare will die Kunst de Chiricos und Savinios darstellen, sondern eine Formensprache finden, die dem eigentlich Gedachten und Gefühlten näher kommt, als es mit Mitteln der Sprache möglich ist. Die metaphysischen Bilder stellen im Grunde die Frage nach der Autonomie von Kunst. Ausstellungen: Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 15.9.-2.12.2001 · Städtische Galerie im Lenbachhaus, München 20.12.2001-10.3.2002












