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James Lee Byars
In einem Zeitraum von 16 Jahren schrieb der amerikanische Künstler James Lee Byars über 100 Briefe an Joseph Beuys, ohne je eine Antwort erhalten zu haben. Dennoch erwuchs daraus eine Freundschaft mit zahlreichen Begegnungen bei Ausstellungsprojekten und gemeinsamen Aktionen. Die ungewöhnlichen Briefe von zum Teil gigantischen Ausmaßen sind Zeugnis dieser Künstlerfreundschaft: Die äußerst fragile Qualität wie auch ihr Reichtum an Materialien, Formen und Erfindungsgeist ziehen unwillkürlich in Bann. Ein Brief als Kunstwerk setzt im Unterschied zur bildenden Kunst und Literatur einen direkten Adressaten, gleichzeitig aber auch seine Abwesenheit voraus. In dem Bemühen um eine Berührung, die über das Flüchtige, Alltägliche und über die physische Präsenz hinausgehen sollte, revolutionierte Byars mit seinen Briefen herkömmliche Besitzstrukturen und Daseinsformen von Kunst. Die in dieser Publikation vollständig abgebildeten Briefe beinhalten Reflexionen über die eigenen und die Beuysschen Arbeiten, über die schöpferische Produktion und ihren Gegenpol, den Tod.
In einem Zeitraum von 16 Jahren schrieb der amerikanische Künstler James Lee Byars über 100 Briefe an Joseph Beuys, ohne je eine Antwort erhalten zu haben. Dennoch erwuchs daraus eine Freundschaft mit zahlreichen Begegnungen bei Ausstellungsprojekten und gemeinsamen Aktionen. Die ungewöhnlichen Briefe von zum Teil gigantischen Ausmaßen sind Zeugnis dieser Künstlerfreundschaft: Die äußerst fragile Qualität wie auch ihr Reichtum an Materialien, Formen und Erfindungsgeist ziehen unwillkürlich in Bann. Ein Brief als Kunstwerk setzt im Unterschied zur bildenden Kunst und Literatur einen direkten Adressaten, gleichzeitig aber auch seine Abwesenheit voraus. In dem Bemühen um eine Berührung, die über das Flüchtige, Alltägliche und über die physische Präsenz hinausgehen sollte, revolutionierte Byars mit seinen Briefen herkömmliche Besitzstrukturen und Daseinsformen von Kunst. Die in dieser Publikation vollständig abgebildeten Briefe beinhalten Reflexionen über die eigenen und die Beuysschen Arbeiten, über die schöpferische Produktion und ihren Gegenpol, den Tod.
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James Lee Byars—
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In einem Zeitraum von 16 Jahren schrieb der amerikanische Künstler James Lee Byars über 100 Briefe an Joseph Beuys, ohne je eine Antwort erhalten zu haben. Dennoch erwuchs daraus eine Freundschaft mit zahlreichen Begegnungen bei Ausstellungsprojekten und gemeinsamen Aktionen. Die ungewöhnlichen Briefe von zum Teil gigantischen Ausmaßen sind Zeugnis dieser Künstlerfreundschaft: Die äußerst fragile Qualität wie auch ihr Reichtum an Materialien, Formen und Erfindungsgeist ziehen unwillkürlich in Bann. Ein Brief als Kunstwerk setzt im Unterschied zur bildenden Kunst und Literatur einen direkten Adressaten, gleichzeitig aber auch seine Abwesenheit voraus. In dem Bemühen um eine Berührung, die über das Flüchtige, Alltägliche und über die physische Präsenz hinausgehen sollte, revolutionierte Byars mit seinen Briefen herkömmliche Besitzstrukturen und Daseinsformen von Kunst. Die in dieser Publikation vollständig abgebildeten Briefe beinhalten Reflexionen über die eigenen und die Beuysschen Arbeiten, über die schöpferische Produktion und ihren Gegenpol, den Tod.












